Konzentration – Konzentrationsmangel

„Allzeit bereit“ sind die Erwartungen in unserem oft hektischen Alltag. Wir müssen uns auf verschiedene Aufgaben gleichzeitig konzentrieren und es darf ja nichts vergessen gehen. Die Konsequenzen können verheerend sein. Wenn doch etwas schief läuft – was dann?

Begriff „Konzentration“

Konzentration (lateinisch „concentra“ – zusammen zum Mittelpunkt) ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe. Fokussierung bedeutet, dass für eine gewisse Zeit auf das momentan Ausgeübte oder Empfundene geachtet wird, je nach Aufgabe auch auf Kommendes.

Gründe für „Konzentrationsmangel“

Es gibt viele Einflussfaktoren auf unsere Konzentration. Angefangen bei unserem emotionalen Zustand – unserer Tagesform. Fühlt man sich gut, so ist man in der Regel auch konzentriert. Befindet man sich dagegen in einer negativen Stimmung, sinkt auch die Konzentration. Alle Einflüsse wirken zueinander in Wechselwirkung. Unser emotionaler Zustand nimmt Einfluss auf unseren physischen Zustand und umgekehrt. Weitere Einflüsse sind die motorische Aktivierung (körperliches Training), die Ernährung, der Schlaf und die Umgebungsbedingungen (z.B. Medien).  

Wichtig zu wissen

Konzentriert zu sein bedeutet – nicht abgelenkt zu sein. Das heisst, unsere Wahrnehmung sollte sich nur auf die eine Sache fokussieren, und andere Einflüsse müssen ausgeblendet werden. Wir nehmen laufend mit unseren fünf Sinnen wahr (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken). Somit sind auch die Ablenkungen auf allen diesen Ebenen möglich. Unter Einbezug unserer bisherigen Erfahrungen und Interessen reagieren wir ganz automatisch, unbewusst und blitzschnell auf äussere Einflüsse. Wir analysieren und bewerten sie und fragen uns, ob wir uns ihnen zuwenden sollen oder nicht – und schon sind wir abgelenkt.

Was kann bei mangelnder Konzentration unternommen werden?

Vorerst vermeiden Sie die Ihnen bekannten störenden Faktoren. Und nun zum mentalen Konzentrationstraining. Gehen Sie an einen ungestörten Platz. Nehmen Sie einen Gegenstand (z.B. Ihr ausgeschaltetes Handy) und betrachten Sie nun ausschliesslich Ihr Handy. Beschreiben Sie Ihr Handy mit Ihrer inneren Stimme so, dass jemand, welcher noch nie ein Handy gesehen hat, sich dieses in allen Details vorstellen kann. Sie sind im Zustand vollster Konzentration, sobald Ihre Gedanken nur noch beim Handy und Ihrer Beschreibung sind. Halten Sie diesen Zustand fest, und sprechen Sie mit Ihrer inneren Stimme: „Ich bin jetzt im Zustand vollster Konzentration. Immer wenn ich konzentriert sein will, muss ich mir nur mein Handy vorstellen, und ich bin wieder im Zustand vollster Konzentration“.

Unser Gehirn hat die Fähigkeit, Verbindungen herzustellen, abzuspeichern und Zustände auf Wunsch wieder abzurufen. Wenn Sie im Alltag konzentriert sein müssen, stellen Sie sich einfach Ihr Handy vor, und Sie werden wieder im Zustand vollster Konzentration sein.

Sie können Konzentration trainieren! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!